EU-Entwaldungsverordnung soll um ein weiteres Jahr verschoben werden

Brüssel, 23. September 2025

EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall hat heute die Verschiebung des Inkrafttretens der EU-Entwaldungsverordnung um ein weiteres Jahr vorgeschlagen. Dazu erklärt Stefan Köhler, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der CSU im Europäischen Parlament:

„Diese erneute Verschiebung ist dringend notwendig – denn die Entwaldungsverordnung belastet unsere Waldbesitzer und Forstwirte mit zusätzlicher, unverhältnismäßiger Bürokratie! Das Online-Erfassungstool hat laut Anwendern erhebliche technische Mängel und funktioniert nicht zuverlässig, außerdem muss es deutliche Entbürokratisierung an anderen Stellen geben. Dazu gehört beispielsweise die Einführung einer Null-Risiko-Kategorie für Regionen und Produkte, bei denen nachweislich keine Entwaldung stattfindet. Für diese Änderung und weitere Vereinfachungen werden wir uns weiterhin in Brüssel stark machen.“

Hintergrund

Die EVP-Fraktion hat bereits im vergangenen Jahr die Einführung einer Null-Risiko-Kategorie sowie weitere Vereinfachungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) gefordert. Leider konnten diese Vereinfachungen trotz Unterstützung des Europäischen Parlaments damals nicht durchgesetzt werden.

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