Straßburg, den 16. Juni:
„Mit der heutigen Abstimmung hat das Europäische Parlament die Überarbeitung der gemeinsamen Marktordnung endgültig auf den Weg gebracht. Das Trilogergebnis vom März ist ein aus deutscher Sicht tragbarer Kompromiss, der nun mit breiter Mehrheit bestätigt wurde.
Das bedeutet, dass die Außnahme für Genossenschaften und die Opt-out-Regelung bei schriftlichen Verträgen im Milchsektor umgesetzt werden. Diese Flexibilität zur Gestaltung von Preisindikatoren und Revisionsklausel für die Mitgliedsstaaten sind sehr wichtig. Auf diese Weise bleibt das, was sich in Deutschland längst bewährt hat, von Überregulierung unberührt.
Als Erfolg sehe ich, dass die Anhebung der EU-Obergrenze für Milcherzeugergemeinschaften, die sogenannten Bündelungsmenge, von vier auf sieben Prozent ebenfalls kommen wird. Erzeugerorganisationen gewinnen dadurch an Handlungsspielraum, der Zusammenschluss von Milcherzeugern wird gefördert und ihre Verhandlungsposition am Markt gestärkt. Das hilft, bäuerliche Strukturen zu sichern und die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen zu halten. Als CSU-Europaabgeordneter und Landwirt aus Bayern ist dies besonders wichtig für mich.“